In den vergangenen zwei Wochen haben wir einen Kurs zum Thema Lernmethoden absolviert. Wir hatten zu Beginn ein Modul, in dem wir etwas über die Funktionsweise des Gehirns erfuhren, ebenso lernten wir auch einige Methoden kennen. Dann begleitete uns die Lernmethoden-Lehrerin fast zwei Wochen durch den Schulalltag und zum Schluss hatten wir noch die Möglichkeit der Lehrerin ein Feedback zu geben.
Ich finde, dass das Kennenlernen unterschiedlicher Lernmethoden nicht grundsätzlich etwas Unnützes ist, jedoch ist es bei SchülerInnen in unserem Alter nur noch beschränkt sinnvoll. Aus dem einfachen Grund, weil die meisten, wenn nicht schon alle, ihre Art des Lernens gefunden haben. Weil unsere eigenen Methoden zur Gewohnheit wurden, sind wir weniger offen für neue und können nur schwer davon überzeugt werden Neues und vielleicht auch Besseres auszuprobieren.
Die separaten Module waren unnötig und trugen nichts zu einem besseren Ergebnis bei. Sie waren bis auf die Gruppenarbeiten ziemlich langweilig und ich musste mich sehr konzentrieren, damit es mir möglich war zuzuhören. Ich denke, wenn man den Kurs in kleinen Portionen in den Lektionen untergebracht hätte, wäre er wirkungsvoller gewesen.
Rein theoretisch habe ich alles verstanden, trotzdem ist mir noch nicht klar, in welchen Situationen ich welche Methode verwenden kann. Einige Methoden verfehlen ihre Wirkung sogar, wie z.B. die Strukturlegetechnik. Sie sollte, sofern ich es richtig verstanden habe, helfen ein Thema zu verstehen. Nur könnte ich nie eine Struktur legen zu einem Thema, das ich nicht verstanden habe. Deshalb werde ich auch in Zukunft weiterhin meine eigenen Methoden verwenden.
Wie schon erwähnt, fand ich es nicht gut, dass wir schlussendlich hunderte Methoden kannten, aber keine Ahnung hatten, wann und wo wir sie verwenden können.
Wenn ich diesen Kurs führen würde, hätte ich ihn mit jüngeren SchülerInnen durchgeführt und auch weniger auf Frontalunterricht gesetzt.
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