Monica Müller verfasste für den Tages-Anzeiger am 26.9.09 einen Zeitungsartikel zum 20. Jubiläum des schweizerisch-italienischen Kunstgymnasiums Liceo Aristico. Dazu interviewte sie Loris Scola, die Mathematik unterrichtet und Gabriella Lanfranchi, eine Italienischlehrerin. Die beiden berichten über das Liceo und schildern ihre persönlichen Eindrücke.
Frau Scola ist fast seit Anfang am Liceo. Sie hat diese Schule gewählt, obwohl die Schüler dort am schlechtesten in der Mathematik abschneiden, denn für sie schafft diese Schule einen Kulturausgleich, was für sie sehr wichtig ist, weil sie als Einwanderer-Kind sehr unter dem Kulturschock gelitten hat. Für Frau Lanfranchi sind die beiden Kulturen eine Bereicherung. Was ihr am Liceo besonders gefällt, ist, dass Italienisch einen so hohen Stellenwert hat. Am Liceo herrscht ein gutes, fast schon familiäres Klima, nicht zuletzt weil Schüler sowie Lehrer durch „das Sprachproblem“ immer wieder in lustige Situationen geraten. Ein ernster zu nehmendes Problem ist, dass zwei Schulsysteme aufeinander prallen. Da die italienischen Lehrpersonen aber sehr offen gegenüber den schweizerischen Unterrichtsformen sind, kann man dieses Problem im Zaum halten. Was den beiden Lehrerinnen vor allem Sorgen macht, ist, dass immer weniger Kinder von italienischen Gastarbeitern ans Liceo kommen, obwohl es für solche gedacht ist. Im schönen Jugendstil-Schulhaus kam es noch nie zu Vandalenakten, denn die Schüler schätzen und respektieren es.
Ich fand den Artikel gut und bin der Meinung, dass er auf das Liceo zutrifft.
Ich habe den Teil über Mathematik auf Italienisch weggelassen, weil er stark vom restlichen Interview abweicht und auch nicht relevant ist. Genau dasselbe habe ich mit den Teilen über Kulinarik gemacht.
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