Sonntag, 25. März 2012

Prometheus

Chum spil doch mit dim Himmel Zeus,

las Wulche cho!

Und üeb, Buebe glich,

wo Ameise verschluckend,

a Wälder dich und Bergä!

Musch mer mini Erde,

dch laa sta,

und mini Hütte,

wo du nöd baut häsch,

und min Herd,

um däm sini Gluet

du mich benidisch.


Ich känne nüt Ärmers

Unter dä Sunne als eu Götter.

Ihr läbend,

vo Opferstür

und Gebät,

rächtfertigend so eure Stand

und liidet, gäbts

kei Chindä und Bättler

hoffnigsvolli Dummchöpf.


Wo ich äs Chind gsi bin,

nöd gwüsst, wo us, wo ii,

han i min Blick zur Sunne gwändet,

wie wänns drüber

es Ohr hett, wo mini Klag alost,

es Herz wie mis,

wo sich em Bedränte erbarmt.


Wer hät mir gholfe

gäg d Willkür?

Wer mich vom Tod grettet

Und vo Sklaverei?

Häsch nöd alles sälber volländet,

heiligs Herz?

Und häsch glüet, jung und gut,

und jetzt Rettigsdank

a dä Schlafendi da obe?


Ich dich ehre? Für was?

Häsch du d Schmerze je glinderet

Vo me Beladäne?

Häsch je d Träne gstillt

Vo eim wo Angst hät?


Hät nöd mich zu me Maa gmacht

Die allmchtige Ziit

Und s ewig Schicksal

Wo mini und au dini Herre sind?


Häsch öppe gseit,

Ich söll s Läbe hasse,

id Wüesti flüchte,

will nöd alli

Buebeträum wahr werdend?


Da sitze ich, forme mensche

Nach mim Bild,

es Gschlächt, wo mir glich,

liidet, brüelet,

gnüsst und sich freut,

und dich nöd achtet,

wie ich.

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