Sonntag, 9. Januar 2011

Quartett

Der Zug rattert,

als er durch den Bahnhof fährt.

Dein Blick flattert

durch die Landschaft wohl genährt.


Du wendest dich zu uns’rer Rund’

Unruhig deine Augen

Geben keine Botschaft kund.

Versteckst dich unter deinen Hauben


Kein einziges Mal musst du blinzeln,

vor dir all das Leben, das du hasst

gern würdest du blind sein

doch die Wut macht auch dann kein’ Rast.

Rhyme Royal (Ich habe mich hier an einem 4-hebigen Jambus versucht)

Die Dämpfe steigen aus dem Moor,

der Wind zersaust dein schönes Kleid.

Verängstigt steigst du bis zum Tor,

die Türe singt ein Lied des Leid’.

Da oben siehst zur alten Weid

Doch Liebes gibt’s für dich kein Licht,

am End’ der Wiese, keins in Sicht.