Sonntag, 14. November 2010

Inventurgedicht

Ich habe viele Stifte,

die ich nie benutze.

Ausser den Blauen

Und den Grauen

In einer Kiste,

befinden sich die Stifte.

Die kleine graue Kiste,

ist auf dem Deckel

mit Zeichnungen verziert.

Sie liegt auf meinem Pult,

das ich selten gebrauch.

Viel lieber arbeite ich

auf dem Boden,

oder gar auf meinem Bett.

All das befindet sich

In meinem Zimmer.

In dem ich jeden Tag

Zwölf Stunden verbringe.

In der Schule habe ich bisher kaum Erfahrungen mit Lyrik gesammelt. Wir hatten zwar das Thema Balladen behandelt, aber ausser den Erlkönig zu lesen haben wir nicht viel gemacht. Ab und zu kam es auch dazu, dass wir selbst Gedichte schreiben mussten. Ich habe jedoch weder gelernt, wie man ein Gedicht schreibt, noch weiss ich, was ein Gedicht ausmacht.

Ich lese sehr gerne Gedichte, sie zu verfassen überlasse ich aber lieber anderen. Wer schreibt, will etwas mitteilen. Der Schreibende will, dass der Leser sich mit dem Geschriebenen auseinandersetzt und dass er das Gelesene nicht vergisst. Der Lyriker erreicht sein Ziel, indem er alle Eigenschaften der Sprache nutzt. Er beherrscht es mit Worten Klänge zu erzeugen, er bedient sich vielen Stilmitteln und all dies tut er, um mit wenigen Worten viel zu sagen. Das Gedicht „Die schlesischen Weber“ von Heinrich Heine ist ein gelungenes Gedicht, denn durch die Wiederholungen des Verses „wir weben, wir weben!“ entsteht eine Melodie, die dem Webevorgang entspricht und sich somit beim Leser einprägt. Heines Gedicht ist so gut, weil mich dieses Gedicht zum Denken anregt und ich es nicht vergessen kann.

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