Sonntag, 28. November 2010

Der Rabe sitzt auf einem schmalen Zaun,

er pfeift und singt den lieben langen Tag.

Durch Wind und Nebel kommt der alte Mann.

Sie tanzen und schaukeln auf und ab im Wind.

Der Klee bewegt den Kopf zu diesem Stück.

Im grünen Garten bin ich oft und gern.

Die Pflanze streckt den Körper zu dem Licht.

Der Blumentopf ist voll von all dem Schrott.

Auf dem Sofa sitzt die graue Katze,

putzt sich ihre freche kleine Tatze.

Die Kugel hängt ganz oben auf dem Baum.

Die Zeit wird kommen ohne dass wir’s sehn.

Im Bette alle meine Träume liegen.

Dort oben leben will er leider nicht.

Auf dem Hügel sieht man seine Hütte.

Im Busche huscht das Wiesel schnell vorbei.

Das Kind bewegt die wiege hin und her.

Um den Tisch versammelt sich die Schar.

Die Lampe leuchtet durch den langen Gang.

Die Kälte vereist vom Wasser jeden Tropf.

Mir gefällt der Zweizeiler über die Katze am besten, weil er einen schönen Klang ergibt. Was die Betonung angeht ist der Pentameter aber etwas eintönig. Ich habe nur zwei- und einsilbige Wörter verwendet. Dafür musste ich die Betonung der Wörter nicht nötigen.

Sonntag, 14. November 2010

Inventurgedicht

Ich habe viele Stifte,

die ich nie benutze.

Ausser den Blauen

Und den Grauen

In einer Kiste,

befinden sich die Stifte.

Die kleine graue Kiste,

ist auf dem Deckel

mit Zeichnungen verziert.

Sie liegt auf meinem Pult,

das ich selten gebrauch.

Viel lieber arbeite ich

auf dem Boden,

oder gar auf meinem Bett.

All das befindet sich

In meinem Zimmer.

In dem ich jeden Tag

Zwölf Stunden verbringe.

In der Schule habe ich bisher kaum Erfahrungen mit Lyrik gesammelt. Wir hatten zwar das Thema Balladen behandelt, aber ausser den Erlkönig zu lesen haben wir nicht viel gemacht. Ab und zu kam es auch dazu, dass wir selbst Gedichte schreiben mussten. Ich habe jedoch weder gelernt, wie man ein Gedicht schreibt, noch weiss ich, was ein Gedicht ausmacht.

Ich lese sehr gerne Gedichte, sie zu verfassen überlasse ich aber lieber anderen. Wer schreibt, will etwas mitteilen. Der Schreibende will, dass der Leser sich mit dem Geschriebenen auseinandersetzt und dass er das Gelesene nicht vergisst. Der Lyriker erreicht sein Ziel, indem er alle Eigenschaften der Sprache nutzt. Er beherrscht es mit Worten Klänge zu erzeugen, er bedient sich vielen Stilmitteln und all dies tut er, um mit wenigen Worten viel zu sagen. Das Gedicht „Die schlesischen Weber“ von Heinrich Heine ist ein gelungenes Gedicht, denn durch die Wiederholungen des Verses „wir weben, wir weben!“ entsteht eine Melodie, die dem Webevorgang entspricht und sich somit beim Leser einprägt. Heines Gedicht ist so gut, weil mich dieses Gedicht zum Denken anregt und ich es nicht vergessen kann.